Ambulante Psychotherapie

Studentengesundheit PsychotherapieWenn keine psychologische Beratungsstelle in der näheren Umgebung vorhanden ist, können sich Studenten ambulant durch einen Psychotherapeuten behandeln oder beraten lassen. Voraussetzung für eine solche Behandlung ist die medizinische Notwendigkeit und die Verordnung durch einen approbierten Arzt. Die eigentliche Therapie muss dann ein Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder ein psychologischer Psychotherapeut durchführen.

Die ambulante Therapie findet als Einzelgespräch in der Praxis des Psychotherapeuten statt. Eine Therapiestunde dauert in der Regel 50 Minuten. Um den Therapeuten erst einmal kennenzulernen und Vertrauen zu ihm aufzubauen, kann man sogenannte probatorische Sitzungen in Anspruch nehmen. Je nach Erkrankung gestaltet sich die Anzahl dieser unterschiedlich, z. B. sind es fünf Probesitzungen bei der Verhaltenstherapie und acht bei der Psychoanalyse. Hat man zu einem Therapeuten Vertrauen gefasst, kann zusammen mit ihm entschieden werden, ob eine Therapie bei der Krankenkasse beantragt wird.

Studenten, die privat versichert sind, sollten schon vor Beginn der Behandlung (ca. ab der fünften Sitzung) auf eine schriftliche Bestätigung der Leistungsübernahme bestehen. Manche Versicherungen verlangen, noch bevor sie zusagen, nach einem ärztlichen Bericht.

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird eine Psychotherapie erst nach schriftlicher Genehmigung der Krankenkasse erbracht. Da die Krankenkassen jedoch das Wirtschaftlichkeitsprinzip „ambulant vor stationär“ befolgen müssen, fördern sie die ambulante Psychotherapie, wenn dadurch einem längeren Krankenhausaufenthalt entgegengewirkt werden kann.

Stationäre Psychotherapie kommt erst dann in Frage, wenn nach Prüfung des Krankenhauses, das Behandlungsziel nicht durch teilstationäre, vor- und nachstationäre oder ambulante Behandlung einschließlich häuslicher Krankenpflege erreicht werden kann (SGB V § 37).

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