Essstörungen

Studentengesundheit Essstörungen

Neben der Medikamentensucht treten bei gestressten Studenten auch andere Süchte wie Alkohol-/Drogensucht oder Essstörungen auf. Während Männer eher versuchen, ihre Probleme in Alkohol zu ertränken, hungern Frauen öfter oder ernähren sich nur noch von Unmengen von Süßigkeiten, um z. B. schwierige Klausurenphasen durchzustehen. Die Rate der Frauen mit Essstörungen steigt vor allem in Studiengängen wie Jura und Medizin (www.aerztezeitung.de), da sie einem besonders hohem Leistungsdruck ausgesetzt sind. Doch nicht nur übermäßiger Druck führt zu einer solchen Erkrankung, sondern auch Faktoren wie das eigene Selbstbewusstsein, Konflikte und Probleme in der Familie, falsche Idealvorstellungen etc. Sie alle begünstigen die Entstehung solcher Krankheiten wie Bulimie und Magersucht. Die seelische Verfassung eines Menschen erkennt man an seinem Essverhalten. Wenn er mit Genuss seine Mahlzeit isst, sich dabei Zeit lässt und diese beim Eintreten des Sättigungsgefühls beendet, ist er ein selbstbewusster, entspannter und ausgeglichener Mensch. Wenn er dagegen frustriert, verärgert oder sogar wütend ist oder Sorgen und Probleme mit sich rumträgt, kann sich das in Heißhungerattacken und Lust auf Süßes äußern, sodass die Sättigungssignale des Körpers übergangen werden. Es wird gegessen bis das Übelkeitsgefühl eintritt. Die sogenannte Binge-Eating-Störung besteht, wenn man mindestens zweimal die Woche zu Fressanfällen neigt und daraufhin – im Gegensatz zur Bulimie – das Gegessene nicht erbrochen wird, was zu einer Gewichtszunahme führt. Mit einem hohen Gewicht haben auch die Fettleibigen, bei sogenannter Adipositas, zu kämpfen. Bei dieser Störung können genetische Faktoren und psychologische Gründe wie Depressionen eine große Rolle spielen.

Sucht hängt fast immer eng mit psychischen Störungen zusammen und sollte deshalb nicht verheimlicht, sondern möglichst schnell in Form einer Therapie behandelt werden.

Ein Indikator für eine vorliegende Essstörung kann der sogenannte BMI sein.

Der Body-Mass-Index (BMI auch Körpermasseindex (KMI), Körpermassenzahl (KMZ) oder Quetelet-Kaup-Index) – ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße. Sie wurde 1832 von Adolphe Quetelet entwickelt. Er zeigt an, ob man Über-, Unter-, oder Normalgewicht hat.

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Klassifikation BMI (Erwachsene)
Einstufung
BMI
Untergewicht< 18,5
Normalgewicht18,5 – 24,9
Übergewicht25,0 – 29,9
Adipositas Grad I30,0 – 34,9
Adipositas Grad II35,0 – 39,9
Adipositas Grad III> 40
BMI in Abhängigkeit vom Alter
Ihr Alter (Jahre)
Normal BMI
19 – 2419 – 24
25–3420 – 25
35–4421 – 26
45–5422 – 27
55–6423 – 28
> 6424 – 29
Der BMI ist neben dem Geschlecht auch abhängig vom Alter. Der zulässige BMI steigt mit dem Alter an. Dazu spielt das Geschlecht eine Rolle. Männer haben einen höheren Anteil an Muskelmasse an der Gesamtkörpermasse. Dadurch sind etwas höhere BMI zulässig. Bei Männern liegt das Normalgewicht laut DGE zwischen 20 bis 25. Bei Frauen hingegen zwischen 19 bis 24.
Einschränkungen des BMI
Der BMI ist objektiv betrachtet auch fehleranfällig, z. B. bei Sportlern: Diese haben in der Regel einen höheren Muskelanteil und sind deshalb häufig laut BMI übergewichtig. So kann ein Sportlker mit Waschbrettbauch (also geringer Körperfettanteil) laut BMI-Messung übergewichtig sein. Dazu spielen Faktoren wie Knochenbau eine Rolle. Unser Tipp: Ein Blick in den Spiegel und die ehrliche Einschätzung.

Welche Essstörungen gibt es überhaupt?

Essstörungen können Lösungsversuche für tiefer liegende seelische Probleme oder Ausweg, Flucht oder Ersatz für verdrängte Gefühle und Bedürfnisse sein. Aber auch stummer Protest oder Ablehnung können sich in Essstörungen äußern. Sie signalisieren Verweigerung und stehen doch zugleich für Resignation oder Anpassung.
Essstörungen können sich auf verschiedene Weise zeigen. Im Wesentlichen werden drei Hauptformen unterschieden: Magersucht (Anorexie, Anorexia nervosa), Bulimie (Bulimia nervosa), Binge-Eating-Störung (Binge Eating Disorder).

Alle Essstörungen können ineinander übergehen oder sich abwechseln. So entwickelt sich bei Magersucht in etwa 20 Prozent der Fälle eine Bulimie. Nicht immer sind bei Essstörun­gen alle Merkmale ausgeprägt. Nicht alle Essstörungen lassen sich den drei Hauptformen zuordnen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass diese unspezifischen und untypischen sonstigen Essstörungen sogar häufiger auftreten als die drei klassischen.

So unterschiedlich sich Essstörungen zeigen, eines ist für alle kennzeichnend: Essen be­stimmt das Leben der Betroffenen. Das gilt für ihren Tagesablauf, ihre Gefühle, ihre Bezie­hungen zu anderen, ihre beruflichen und privaten Entscheidungen. Sie sind auf das Essen bzw. das Nicht-Essen fixiert. Ihr Körper ist aus ihrer Sicht für alles Glück und Unglück ver­antwortlich. Eines haben Menschen mit Essstörungen jedoch gemeinsam: Die lebensnot­wendige Ernährung ist für sie ein erhebliches Problem mit körperlichen, psychischen und oft sozialen Konsequenzen geworden.

Überwiegend sind junge Mädchen und Frauen von Essstörungen betroffen, aber auch die Anzahl junger essgestörter Männer nimmt seit einiger Zeit zu.
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Literaturtipp zum Thema Abhängigkeitserkrankungen

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Sehnsucht und_HungerSehnsucht und Hunger von Maria C. Sanchez

Wie kann ich genussvoll alles essen und dabei abnehmen? Wie kann ich mein persönliches Wohlfühlgewicht entspannt halten? Wie kann ich mein Verlangen, ohne Hunger zu essen, wirklich auflösen? Die Therapeutin Maria Sanchez war selbst jahrelang stark übergewichtig und kennt deshalb das Leiden des emotionalen Essens aus eigener Erfahrung. Doch sie fand aus dem Teufelskreis heraus.

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Hilferuf Essstörung Hilferuf Essstörung von Carl Leibl

Aus der Praxis für die Praxis beschreiben die Autoren die ärztlichen und therapeutischen Aspekte unterschiedlicher Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Atypische Essstörungen, Binge-eating).Themen sind dabei u.a. Essstörungen bei verschiedenen Altersgruppen und Achtsamkeit.

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Iß Doch endlich mal normal! von Bärbel Wardetzki

Jedes fünfte Mädchen hat ein gestörtes Verhältnis zum Essen. Dabei sind Eßstörungen von jungen Frauen nicht nur ein individuelles Problem, sondern Ausdruck einer familiären und partnerschaftlichen Dynamik.

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