Krankenversicherung

Grundsätzlich besteht in Deutschland auch für Studenten Krankenversicherungspflicht. Deshalb ist eine Einschreibung an einer deutschen Hochschule erst dann möglich, wenn eine Versicherungsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse gemäß Studentenkrankenversicherungs-Meldeverordnung vorgelegt wird.

Studenten können sich privat oder gesetzlich krankenversichern. Letzteres über die beitragsfreie Familienversicherung oder als beitragspflichtiges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Damit sind sie im Falle einer Krankheit abgesichert und müssen für die entstandenen Behandlungskosten nicht selbst aufkommen.

Familienversicherung

Wenn man sich in einem Hochschulstudium befindet, kann die Familienversicherung über ein Elternteil in der Regel bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres in Anspruch genommen werden. Im SGB V versteht man unter Familienversicherung die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen in einer gesetzlichen Krankenkasse. Für die Studenten bedeutet das, dass sie über ein Elternteil oder ihren Ehegatten bzw. Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, die bereits Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, versichert sind. Es werden keine zusätzlichen Beiträge nötig, weshalb diese Art von Versicherung auch die kostengünstigste Möglichkeit der Krankenversicherung für Studenten darstellt.

Die Familienversicherung kommt allerdings nicht in Frage, wenn der Student zu viel verdient. Das monatliche Gesamteinkommen darf 445 Euro (2019, 2018: 435 Euro) nicht überschreiten, wenn man neben dem Studium jobbt. Bei einer geringfügigen Beschäftigung (sogenannter Minijob) stellen 450 Euro die Grenze dar, bis zu welcher die Familienversicherung noch in Anspruch genommen werden kann.

Gesetzliche Krankenversicherung

Nach Ende der Familienversicherung werden Studenten regelmäßig mit dem 25. Geburtstag Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung der Studenten. Die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung betragen hier zusammen – je nach Krankenkasse – ca. 90 Euro im Monat. Diese Art der Versicherung kann man bis zum Ende der Versicherungspflicht, also bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters oder bis das 30. Lebensjahr vollendet ist, in Anspruch nehmen.

Darüber hinaus kann sie nur in Ausnahmefällen verlängert werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:

https://www.studentische-versicherungen.de/krankenversicherung-student/25-jahre/

Freiwillige Versicherung

Sofern sich unmittelbar nach Ende der Mitgliedschaft als pflichtversicherter Student keine neue Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung anschließt, werden Studenten automatisch freiwillig gesetzlich krankenversichert. Für längstens 6 Monate kann dann als Student noch ein Übergangstarif genutzt werden, der vom Beitragssatz unter dem normalen Beitragssatz für freiwillig Versicherte liegt.

 

Private Krankenversicherung

Sobald während des Studiums erstmalig Versicherungspflicht nach § 5 Absatz 1 Nr. 9 SGB V in der gesetzlichen Krankenversicherung eintritt, können Studenten einen Befreiungsantrag stellen (dies geht auch noch bis zu drei Monate rückwirkend) und sich privat krankenversichern. Im Gegensatz zu den Arbeitnehmern besteht in der PKV beim Beitrag jedoch keine Abhängigkeit vom Einkommen bzw. der Einkommenshöhe.

Die private Krankenversicherung hat den Vorteil, dass ihr Leistungsumfang im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung wesentlich höher ausfallen kann. Jedoch ist dies auch mit höheren Beiträgen verbunden.

Unter Umständen können bei privaten Versicherungen Arzneimittelkosten komplett entfallen oder Zuschüsse zu Brillen oder Kontaktlinsen werden gewährt.

Als großer Nachteil der PKV erweist sich die Tatsache, dass nach Abschluss des Studiums der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung schwierig, teilweise sogar unmöglich ist. Voraussetzung dafür ist nämlich eine eintretende Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, zum Beispiel als Arbeitnehmer mit einem Verdienst unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) / Versicherungspflichtgrenze. Außerdem sind die Beiträge meist günstig, solange man jung ist und steigen mit steigendem Alter immer weiter an.

 

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