Vegane Ernährung

Die vegane Ernährung lässt sich als verschärfte Variante des Vegetarismus betrachten. Ausschließlich pflanzliche Lebensmittel werden verzehrt. Jegliche Lebensmittel, die hingegen direkt oder indirekt von Tieren abstammen oder an deren Herstellungsprozess Tiere beteiligt sind, werden abgelehnt. Teilweise beschränken sich Veganer nicht nur auf die Ernährung, sondern überträgen diese Ansichten auch auf Gebrauchsgegenstände und Kleidung.

Die Zahl der Anhänger steigt seit Jahren, wodurch aktuell rund 1% der Bevölkerung vegan lebt.

"Was kannst du überhaupt essen?"

Das Vorurteil, „Veganer würden nur Grünzeug essen“, ist spätestens bei einem Blick auf die Speisekarte ausschließlich veganer Restaurants, in die Kochbücher rennomierter Sterneköche oder in die vegane Abteilung im Supermarkt, widerlegt. Die Produktpaletten werden stetig erweitert und ermöglichen so inzwischen einen Ersatz für beinahe jedes tierische Produkt. Ensprechend lässt sich jedes Rezept ganz einfach veganisieren.

Der Speiseplan eines Veganers wird im Vergleich zum Fleischfresser also nicht kleiner, sondern einfach nur verändert. Insbesondere der verstärkte Verzehr von Obst und Gemüse lassen sich in keinem Fall negativ auslegen.

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Vorteile

  • Vermeidung chronischer Krankheiten und schlechter Blutwerte
  • Vermeidung von Übergewicht
  • höhere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • Verhindern von Tierleiden durch bspw. Massentierhaltung
  • Umwelt- und Klimaschutz
  • Verminderung der Treibhausgasemissionen
  • Verhinderung der Trinkwasserverschmutzung durch tierische Ausscheidungen

Nachteile

  • Ernährungsumstellung ist mit Wissensaneignung verbunden
  • verringerte Proteinzufuhr muss durch pflanzliche Produkte ausgeglichen werden
  • Potenzieller Mangel an B2, D und/oder B12
  • Unterversorgung mit Jod, Zink, Calcium und Eisen
  • Kostspielige Ernährungsform
  • Alltagstauglichkeit auf dem Land (Restaurantbesuche, Einladungen)
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Fazit

Die Umstellung zu einer veganen Lebensweise ist mit anfänglich hohem Aufwand, Selbstdisziplin und teilweise höheren Kosten verbunden. Ist man dazu bereit, Zeit in diese Umstellung zu investieren, lernt man zu verstehen, welche Vitamine und Nährstoffe der Körper braucht und welche neuen Lebensmittelgruppen es noch zu entdecken gilt. Die positiven Auswirkungen beschränken sich dann nicht nur auf den eigenen Körper, sondern auch auf unsere Umwelt und das Klima. Nicht zu vergessen, dass man kein schlechtes Gewissen wegen etwaiger Tierleiden haben muss.

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Literaturtipps & Rezeptideen zum Thema vegane Ernährung

the china study
China Study - die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise von t. Colin Campbell

Die China Study ist die umfassendste Studie über Ernährung, Lebensweise und Krankheit in der Geschichte der biomedizinischen Forschung. Sie untersucht die Zusammenhänge zwischen einer tiereiweißreichen Ernährung und chronischen Krankheiten. Dabei verdeutlicht sie mit hunderten von Studien die Bedeutung einer veganen Ernährungweise für unsere Gesundheit.

Vegane Eiweißwunder
Vegane Eiweiss Wunder von Petra Kunze & Sarah Schocke

Neben Soja und Nüssen finden sich auch in Hülsenfrüchte und Lupinen hohe Eiweißgehälter. Mit den ca. 50 Rezepten widerlegen die Autorinnen das Klischee, dass Veganer über die Ernährung keine Proteine aufnehmen können.